Basil

Basil (geb. 1984, aufgewachsen im Reusstal) hat bereits als kleiner Knirps mit seiner Familie Reisen in ferne Länder unternommen (China, Südostasien, USA, Peru) und früh eine Faszination für fremde Länder und Kulturen entwickelt. In den früheren Jahren war es noch ausschliesslich sein Vater, der in den Familienferien fotografierte. Später hat dann auch Basil mit einer Point-and-Shoot-Kamera seine persönlichen Ferienhighlights festgehalten. Für seine erste Reise (ohne Familie) in den hohen Norden Kanadas durfte er dann die analoge Kamera der Eltern mitnehmen (eines seiner Bilder wurde zuhause dann sogar in der Lokalzeitung abgedruckt). Von der quirligen Millionenstadt Toronto – inklusive eines Abstechers zu den tosenden Niagarafällen – hat ihn sein Weg nach Ottawa geführt. Mit dem Flieger ging es weiter nach Iqaluit, der Hauptstadt von Nunavut. Wer denkt, dass dies der nördlichste Punkt der Reise war, hat sich getäuscht: Das nächste Flugzeug brachte die Passagiere nach Pond Inlet am nördlichen Ende der Baffin Island (ca. 600km nördlich des Polarkreises). Von dort startete die geführte Kajaktour mit Expeditionscharakter. Ein Fjord voller Narwale, die Sichtung eines Grönlandwals und die Entdeckung frischer Eisbärenspuren zählen zu Basils Highlights dieser Reise. Fasziniert von der Weitläufigkeit und Unberührtheit der Arktis und dem Leben der Inuit war für Basil klar, dass er da nochmals hinmöchte. Doch bevor an neue Reisepläne zu denken war, musste es die Gruppe zuerst einmal sicher zurück nach Pond Inlet schaffen. Aufgrund schlechten Wetters konnten sie die letzte Etappe (per Schiff) nicht antreten, womit sich die Rückreise um zwei Tage verzögerte. Als die Lebensmittelvorräte langsam knapp wurden, haben sie sich mit frischem Fisch aus dem Ozean versorgt. Zwei Jahre später war Basil dann für eine zweite Tour zurück in Pond Inlet.

Michelle

Michelle (geb. 1989, aufgewachsen im Zürcher Unterland) hat ihre Leidenschaft für die Fotografie durch einen Freikurs in analoger Fotografie während der Gymnasialzeit entdeckt und viele Stunden in der Dunkelkammer verbracht. Das Reisefieber hat sie ebenfalls bereits in jungen Jahren gepackt. Fasziniert von Nicolas Vaniers Buch «Das Schneekind», in dem Vanier von seiner abenteuerlichen Reise mit seiner Familie in die Wildnisse Westkanadas und dem Aufenthalt in einem selbstgebauten Blockhaus erzählt, hat auch Michelle nach der Matura die Abenteuerlust gepackt. Ein halbes Jahr hat sie in Westkanada und Alaska verbracht, hat Vancouver zu Fuss erkundet und ist dann mit dem Flugzeug und dem Zug weiter ins nördliche British Columbia gereist. Dort hat sie mehrere Wochen auf einer Pferderanch mitgeholfen. Weiter ging es ins Yukon Territory, wo sie auf einer geführten Kanutour den Liard River hinabpaddelte. Von dort führte sie ihre Reise nach Alaska: Auf einer Gruppentour durfte sie die schönsten Flecken des nördlichsten und grössten US-Bundesstaates entdecken. Sogar ein Abstecher an die weltbekannten Brooks Falls zu den lachsfangenden Grizzlybären durfte sie erleben. Den letzten Teil ihrer sechsmonatigen Reise hat sie in einem Schlittenhundebetrieb verbracht. Von da an war sie definitiv mit dem Reisevirus infiziert. Sie wollte nicht nur zurück zu ihren zwei- und vierbeinigen Freunden in Alaska, sondern auch noch viel mehr von der Welt sehen. Ihr grosser Traum von einer langen Weltreise entwickelte sich langsam…

Wir

Obwohl wir beide in der Schweiz geboren und aufgewachsen sind (und das nicht einmal so weit voneinander entfernt) mussten wir dennoch um die halbe Welt reisen, um uns kennenzulernen. Wie der Zufall es wollte, hat es uns unabhängig voneinander nach Alaska verschlagen, wo wir in benachbarten Schlittenhundebetrieben gelebt und mitgeholfen haben. So kam eins zum anderen – seit 2011 gehen wir gemeinsam durchs Leben.

Wir teilen nicht nur unser Leben und unseren Alltag in der Schweiz, sondern können mittlerweile auf eine stattliche Anzahl gemeinsamer Reisen zurückblicken. Während sich Michelles Traum von einer Weltreise bereits vor etwa 15 Jahren herauskristallisiert hat, hat sich Basils Wunsch von einer Weltreise erst später entwickelt. (Dieser könnte durchaus im Zusammenhang mit Michelles wiederkehrender Frage, wann wir denn nun endlich auf eine Weltreise gehen, stehen ;)). Doch auch Basil fand, dass einige Länder einerseits zu weit weg und andererseits zum Bereisen mehr Zeit benötigen, als dass dies im Rahmen von «normalen» Ferien möglich wäre. Wie wir uns unseren Traum von einer Weltreise schliesslich erfüllt und realisiert haben, kannst du in unseren beiden Blogbeiträgen «Wenn Träume wahr werden» und «Den Traum in die Wirklichkeit umsetzen – unsere Reisevorbereitungen» nachlesen.

Unser Reisestil

Wir mögen «Slow Travel»: Wir richten uns unsere Reiserouten so ein, dass wir genügend Zeit an einem Ort verbringen, um die Gegend in Ruhe erkunden und auch mal einen Schlechtwetter-Tag aussitzen, verschiedene Wanderungen unternehmen und natürlich ausgiebig fotografieren zu können. Die Gegend nur auf der Durchfahrt zu betrachten, um diese dann «abhaken» zu können, ist nicht unser Ding.

Am allerliebsten sind wir im Wohnmobil unterwegs: das Zuhause immer mit dabei und die Natur direkt vor der Haustür. Wir finden Wohnmobile zudem superpraktisch beim Fotografieren, da man häufig in der Nähe der Fotolocations parken kann. Falls die Licht- und Wetterverhältnisse nicht passen, kann man gemütlich in seinem mobilen Zuhause warten, etwas kochen oder auch mal ein Nickerchen halten.

Gemeinsam begeben wir uns auf die Suche nach schönen Lichtstimmungen und Fotosujets und können viel Zeit an einem Ort verbringen, um diese fotografisch festzuhalten. Auch hier haben wir das Glück, dass beide fotografiebegeistert sind. Ebenfalls nicht selbstverständlich ist, dass sich zwei winterliebende Personen gefunden haben (zugegeben, wer sich im winterlichen Alaska kennenlernt, der/die muss zumindest ein leichtes Faible für frostige Temperaturen, kurze Tage und verschneite Landschaften haben ;)). Wir haben einige Destinationen sowohl im Winter wie auch in den Sommermonaten besucht – nebst den massiv weniger Touristenzahlen bringt der Winter einen ganz besonderen Charme mit sich. Gerade im hohen Norden herrschen absolut fantastische Lichtverhältnisse, die Landschaften sind im Winterkleid manchmal fast nicht mehr wiederzuerkennen, oftmals tanzen Nordlichter am Himmel und generell scheint die Uhr im Winter etwas langsamer zu ticken.

Wir lieben es, in der Natur unterwegs zu sein. Wir unternehmen viele Wanderungen, beobachten Tiere, fotografieren und geniessen die unzähligen wunderschönen Schätze, die unser Planet zu bieten hat. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass sich zwei Personen mit denselben «Reiseeigenschaften» und demselben favorisierten Reisestil gefunden haben, die dann auch noch sehr ähnliche Ansichten und Einstellungen haben. Dafür sind wir sehr dankbar!