#05: Goodbye Frankfurt, Hello Sydney

Am nächsten Morgen wurden die Passagiere von SQ9325 (also wir :-)) informiert, dass die neue Abflugzeit für den aktuellen Tag um 18:30 Uhr geplant sei. Wir durften alle bis 15 Uhr in unseren Zimmern eingecheckt bleiben und bekamen selbstverständlich auch wieder ein Lunchbuffet. Wir alle trauten der Sache noch nicht, hiess es doch am Vortag auch schon, dass wir unser Gepäck aufgeben, uns zum Gate begeben und einsteigebereit sein sollen. So waren auch wir vorerst nur «vorsichtig begeistert» und konnten es erst glauben, als wir tatsächlich im Flieger sassen und in der Luft waren. Singapore Airline hatte in der Zwischenzeit einen Ersatzflieger aus Singapur eingeflogen, mit dem wir – mit knapp zwei Tagen Verspätung – nach Singapur fliegen konnten. Der Rest der Anreise verlief unspektakulär, sprich einfach so, wie angekündigt – juhuuu! 

Die Umsteigezeit in Singapur konnten wir mit einer Entdeckungstour durch die verschiedenen Terminals auf gute und kurzweilige Weise überbrücken. Viele kleine Oasen (im wahrsten Sinne des Wortes) lassen einem vergessen, dass man sich auf einem riesigen Drehscheiben-Flughafen befindet. An verschiedenen Orten hat man sogar die Möglichkeit, nach draussen zu gehen und frische Luft zu schnappen. Unsere beiden Favoriten sind der Kaktus-Garten (outdoor; über 100 Kakteenarten und Wüstenpflanzen) und Dreamscape (indoor; ein «Traumgarten» aus 20'000 Pflanzen, einem Teich mit Glasboden und einer digital animierten Decke).

Frühmorgens um 6 Uhr kamen wir dann endlich in Sydney an. Da wir unser Apartment ja bereits für die vergangenen zwei Tage gebucht und bezahlt haben, war es demnach auch kein Problem, so früh auf der Matte zu stehen und unser Quartier zu beziehen (self check-in sei Dank…). Kurze Zeit später machten wir uns auf den Weg in die Stadt. Unsere Unterkunft befand sich im Ortsteil Mosman, auf der gegenüberliegenden Seite des Opernhauses. Wir waren total verzaubert von der Umgebung, den vielen exotischen Pflanzen (die wir bei uns lediglich als Zimmerpflanzen kennen) und dem fast schon ohrenbetäubenden Gezirpe. Alles ist grün, üppig und lebendig!

Von der ruhigen und noblen Gegend Mosman kommt man am einfachsten – und definitiv am schönsten – mit der Fähre an den Circular Quay, mitten ins Getümmel. Wir fühlten uns erschlagen von den unglaublich vielen Leuten (nachträglich war die Rede von über einer Million Besucher/innen!), die schon morgens um 10 Uhr überall ihre Lager aufgeschlagen hatten, um sich ihren Platz für das Silvesterfeuerwerk zu sichern. Überall gab es Absperrgitter, Strassensperren, Taschenkontrollen, … Das Opernhaus war bereits komplett belagert, der Royal Botanic Garden war schon zu (da voll). Wir haben unsere Erkundungstour dann recht schnell wieder beendet, nachdem wir ein total leckeres Frühstück im «The Rocks»-Viertel gegessen hatten. Mit der Fähre ging es wieder zurück nach Mosman. Zeit für ein wenig Erholung von der langen Anreise… 

Gegen Abend sind wir zu Fuss los zum Cremorne Point, da wir uns wenigstens das frühe Feuerwerk nicht entgehen lassen wollten. Dies ist ein wirklich toller Standort, um die Bucht mit den vielen beleuchteten Booten, das Opernhaus, die Harbour Bridge und das Feuerwerk (eigentlich waren es mehrere parallel abgelassene Feuerwerke) zu sehen, wenn auch von unserem Plätzchen her mit einer teilweise eingeschränkten Sicht durch ein paar Bäume/Äste. Wir fanden schon das «kleine» 21-Uhr-Feuerwerk sehr beeindruckend und gar nicht klein. Bis um Mitternacht hätten wir uns jedoch nicht mehr auf den Beinen halten können, so haben wir uns auf den gut 40-minütigen Heimweg gemacht. Umso grösser und schöner war die Überraschung, als wir durch die Häuser hindurch direkt von unserem Bett aus doch noch einen (verschlafenen) Blick auf das Feuerwerk erhaschen konnten.

Am folgenden Tag war noch immer sehr viel los in Sydney. Wir waren dennoch erstaunt, wie sauber und aufgeräumt die Stadt bereits am Vormittag wieder war. Zu Fuss haben wir Sydney erkundet: die Impressionen dazu findest du in der Galerie «Sydney». Aus den geplanten vier Tagen in Sydney sind nun leider nur zwei geworden. Wir hätten gerne noch mehr von der Stadt gesehen. Ein Grund, um nochmals nach Sydney zu kommen (wenn auch nicht im Rahmen dieser Weltreise)! 

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#04: Endlich geht es los… oder auch nicht!