#11: Ein paar Zahlen & Fakten zu unserem Südostaustralien-Aufenthalt

Wir schliessen unsere erste Reiseetappe mit einer kurzen Zusammenfassung zu den wichtigsten Eckdaten ab.

Reisezeitraum:
31.12.2024 – 04.02.2025

Anzahl Tage:
34 (statt 36)
Warum es «nur» 34 Tage waren, erfährst du in unseren beiden Blogeinträgen #04: Endlich geht es los… oder auch nicht! und #5: Goodbye Frankfurt, Hello Sydney

Start / Ziel:
Sydney, New South Wales / Adelaide, South Australia

Fahrzeug:
Campervan (Mighty Deuce Plus (beklebt als «Maui»))
Ein paar Worte zum Campervan findest du im Blogeintrag #06: Der Start mit «unserem» Campervan

 Anzahl Kilometer total / Durchschnittliche Kilometer pro Tag:
 4997 / 147

Anzahl Übernachtungen total:
35

Anzahl Hotelübernachtungen:
3 (statt 5)

Anzahl Campingübernachtungen:
32 (auf 20 verschiedenen Campingplätzen, 15x mit Strom, 17x ohne Strom)
In unseren Augen macht es Sinn, etwa alle 3-4 Tage auf einem gut ausgestatteten Campingplatz zu übernachten, um Tanks zu füllen resp. zu entleeren und zu duschen. Bei Flexibilität bzgl. Lage/Ausstattung/Preis findet man auch in der Hochsaison ohne Vorreservation einen Stellplatz. Wir waren dennoch froh um unsere Vorreservationen, da wir «strategisch gut gelegene» und schöne Campingplätze ergattern konnten und uns nicht noch vor Ort um einen Stellplatz kümmern mussten. 

Tiefsttemperatur:
0°C in den australischen Alpen (auf dem Ngarigo Campground im Kosciuszko Nationalpark)
Die Story zu unserem nächtlichen Intermezzo mit dem Rauchmelder bei 0°C findest du im Blogeintrag #07: Auf Zickzack-Kurs

Höchsttemperatur:
42.5°C im Grampians NP und in Adelaide
Über die Hitze und die Auswirkungen der Waldbrände im Grampians Nationalpark berichten wir im Blogeintrag #9: Sollen wir es wagen? Ein Besuch im gezeichneten Grampians National Park

Durchschnittstemperatur:
tagsüber zwischen 20°C und 25°C

Wetter:
In der ersten Hälfte von Sydney bis in den Great Otway NP war das Wetter sehr unbeständig mit häufigen und starken Niederschlägen und Gewittern (mind. alle 2 Tage). In der zweiten Hälfte von der Great Ocean Road bis nach Adelaide hatten wir dann sehr (ungewöhnlich) trockenes und heisses Wetter. Auf Kangaroo Island habe es z.B. seit mehreren Monaten nicht mehr geregnet. Glücklicherweise kühlte es nachts deutlich ab, sodass die Nächte im Campervan angenehm waren.

Preise:
(Auch) Dank des guten Wechselkurses (sehr starker Schweizer Franken: 1 AUD entspricht momentan CHF 0.57) sind die Preise umgerechnet – zumindest für Schweizer Verhältnisse – enorm günstig.

Rindshackfleisch: AUD 16.00/kg
Pouletbrust: AUD 16.00/kg
Milch: AUD 01.50/L
Reis: AUD 03.50/kg
Zucchetti: AUD 04.90/kg
Diesel: zw. AUD 01.80 und 02.05/L

Trinkwasser:
gratis, da es praktisch überall Wasserspender und -hähne gibt. Auch in Restaurants ist das Hahnenwasser gratis.

Autofahren:
Man gewöhnt sich sehr schnell an den Linksverkehr. Anfangs haben wir immer beide geschaut, wohin/auf welcher Seite wir fahren müssen. Die Australier stellen sehr viele Warn- und Hinweisschilder auf. Wir empfehlen, Fahrten bei Dämmerung und in der Nacht möglichst zu vermeiden, weil dann die Tiere am aktivsten sind.

Tierbegegnungen:
Wir haben jeden Tag Tiere gesehen, insbesondere Kängurus und Wallabys sind sehr zahlreich. Auch verschiedene Vögel sieht und hört man täglich. Die Kehrseite der reichen Tierwelt: viele tote Tiere am Strassenrand. Wir kamen in keine brenzlige Situation mit giftigen Tieren (total 3 Schlangensichtungen). In der Tiergalerie Südostaustralien findest du eine Auswahl unserer besten Tierfotos. Wombats haben wir nur aus der Ferne gesehen (deshalb keine Fotos).                                                                                         

Baden im Meer:
An vielen Stränden wird vor diversen Gefahren gewarnt (z.B. Quallen/Haie, Strömungen). Vom Baden an unbeaufsichtigten Stränden wird generell abgeraten. Die meisten Strände sind nicht beaufsichtigt. Dort, wo «Lifeguards» vorhanden sind, gibt es dafür sehr viel Betrieb im Wasser. Das Meer war für unser Empfinden eher kalt und wir waren nie schwimmen (wir sind aber auch nicht die mega Wasserratten…). 

Beispielhafter Tagesablauf:
Dies ist ein schwieriger Punkt, da wir keine fixe Routine hatten. Der Tagesablauf richtete sich nach Wetter, Tagesplänen und/oder Fahrdistanz. Häufig klingelte der Wecker zwischen 07:30 und 08:30 Uhr. Da die Check-out Zeit bei Campingplätzen jeweils 10:00 Uhr ist, sind wir spätestens dann losgefahren. Gefrühstückt haben wir entweder noch auf dem Campingplatz, manchmal sind wir aber auch erst mal losgefahren und haben uns unterwegs ein schönes Frühstücksplätzchen gesucht. Abends sind wir meistens zwischen 17:00 und 18:00 Uhr auf dem Campingplatz eingetroffen (fahren bei Dunkelheit haben wir möglichst versucht zu vermeiden). Als erstes wird das Gas aufgedreht (und ggf. das Fahrzeug mit dem Strom verbunden), dann wird die Wasserheizung für den späteren Abwasch angemacht (das Aufheizen des Warmwasser-Boilers dauert ca. 20-30 Minuten). Kochen, Essen und Abwaschen nehmen relativ viel Zeit in Anspruch. Im Anschluss schauen wir zusammen an, was wir an den Folgetagen machen wollen (z.B. wandern) oder müssen (z.B. einkaufen, tanken). Die Fotos werden auf den Laptop kopiert und erste Bilder aussortiert. Gegen 22 Uhr sinken wir meistens todmüde von den ereignisreichen Tagen ins Bett.

Unerwartetes:
- viel mehr Regen und tiefere Temperaturen
- sehr viele «Roadkills» (überfahrene Tiere)
- trotz häufig ausgebuchten Campingplätzen verhältnismässig wenig Leute unterwegs
- (fast) keine Wasserfälle (die meisten versiegen über den Sommer)
- abwechslungsreicher und vielseitiger (vor allem von den Bergregionen waren wir überrascht)
- verhältnismässig geringe Distanzen (auch tanken war immer problemlos möglich)

Zahlreiche Fotos zu Südostaustralien findest du in der Galerie. Alle anderen Blogeinträge können hier nachgelesen werden.

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